Stand der Dinge

Stand der Dinge

Ich bekomme viele Fragen. Ich habe nicht allzu viele Antworten.

Aber dennoch ist es wohl erneut Zeit, den aktuellen Stand der Dinge zu benennen. Dies ist alles sehr vorläufig und unsicher, ich rede mehr über Optionen und Absichten. Bitte verzeiht das.

Noch einmal zur Situation. Es ist keine gute Phase für kleine Genreverlage. Der Atlantis-Verlag, mit dem ich fast 30 Jahre sehr gut zusammengearbeitet habe, gehört zu den neuesten Opfern dieser Entwicklung. Wie ich bereits schrieb, ich werde hier oder anderswo kein schlechtes Wort über Guido Latz verlieren, egal, welche Entscheidungen er zum Schluss getroffen (oder vielleicht etwas zu lang aufgeschoben) hat. Dass jetzt viele Autor/innen und andere Mitarbeiter/innen in ein tiefes Loch gefallen sind, ist unstrittig. Ich mache da keine Ausnahme.

Aktuell ist es so, dass meine Romane jetzt von Atlantis aus den bekannten Vertriebswegen herausgenommen werden. Ich bekomme die Rechte zurück und muss jetzt Entscheidungen treffen. Die Optionen sind im Grunde klar: 1. Ich finde einen neuen Verlag für alle oder zumindest einige der Titel aus meiner Backlist, 2. Ich finde einen neuen Verlag für neue Romane, 3. Ich finde nichts dergleichen und muss den steinigen Pfad des Self-Publishing gehen, um zumindest die 50 Romane, die ich rumliegen habe, irgendwie wieder zugänglich zu machen. 4. Es gibt eine Kombination aus 1-3.

Alle Optionen werden geprüft. Gespräche wurden und werden geführt. Ich schließe weder etwas von vorne herein aus, noch falle ich sofort jedem um den Hals, der sich meldet. Was auch immer passiert, es muss für alle Beteiligten passen, bewältigbar sein und eine echte Perspektive bieten. Dieses Stadium ist derzeit noch nicht erreicht.

Aktuell erscheinen dieses Jahr von mir noch drei neue Romane von „Sternkreuzer Proxima“, beginnend im August. Ich habe absolut die Absicht, die Kaiserkrieger-Serie zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Ich schreibe aktuell an einem Solo-SF-Roman, der gut vorangeschritten ist. Ich gebe aber auch zu, dass ich für einige Wochen eher ein wenig deprimiert und unmotiviert gewesen bin. Möglicherweise ist die Resilienz eines alten Mannes in manchen Situationen auch nicht mehr so, wie sie sein sollte.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, und zwar hier sowie über Facebook. Es wird eine der Lösungen gefunden werden, die ich oben skizziert habe. Aber es wird leider nicht von heute auf morgen passieren können.

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